Sportpolitik - Ringen: Ringer-Weltverband beschließt Reformen

Moskau (dpa) - Im Kampf gegen das drohende Olympia-Aus hat der Ringer-Weltverband FILA eine neue Satzung und Regeländerungen beschlossen. Zudem wurde Nenad Lalovic in Moskau auf dem FILA-Kongress zum neuen Präsidenten gewählt.

Der Serbe hielt ein Votum von 125:7 Stimmen. Die neue Satzung wurde an die Charta des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) angepasst. Zudem sollen im Verband neue Kommissionen gebildet werden, um dem IOC den Willen zu Veränderungen zu demonstrieren.

In Moskau wurden ersten Regeländerungen in beiden Stilarten auf den Weg gebracht. So soll nunmehr wieder in zwei Runden a drei Minuten gekämpft werden und nicht mehr in drei Runden a zwei Minuten. Zudem werden die Punkte aus beiden Runden addiert.

Die IOC-Exekutive hatte Anfang März die Empfehlung ausgesprochen, Ringen von 2020 an aus dem Olympia-Programm zu streichen. Daraufhin war FILA-Präsident Raphaël Martinetti zurückgetreten, Lalovic übernahm das Amt kommissarisch. Die Mattenkämpfer wollen der IOC-Exekutive Ende Mai in St. Petersburg die Sofortmaßnahmen zur Modernisierung der Sportart vorstellen. Die IOC-Vollversammlung muss dann im September in Buenos Aires endgültig beschließen, ob Ringen seinen Olympia-Status doch behalten darf.

erschienen am 18.05.2013 um 12:18 Uhr

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