Fußball - England: Liverpool baut Führung aus - Mourinho verspottet Referee

London (dpa) - José Mourinho witterte wieder einmal eine Verschwörung. Nach der peinlichen 1:2 (1:1)-Pleite des FC Chelsea gegen Schlusslicht AFC Sunderland in der Premier League flüchtete sich der Fußball-Trainer in Sarkasmus.

Auf der Pressekonferenz ließ er keine Fragen zu. Für seine Ausführungen benötigte er nicht mehr als zwei Minuten. Der verärgerte Portugiese gratulierte dabei Referee Mike Dean für eine «unglaubliche Leistung» und lobte, die Arbeit von Schiedsrichter-Boss Mike Riley sei «fantastisch» - ohne dabei auch nur eine Miene zu verziehen.

Mourinhos Laune dürfte sich weiter verschlechtert haben. Denn Spitzenreiter FC Liverpool baute die Tabellenführung durch einen 3:2 (2:0)-Erfolg bei Norwich City aus und machte einen großen Schritt zum Gewinn der englischen Meisterschaft. Die Reds (80 Punkte) haben drei Spieltage vor Saisonende fünf Zähler Vorsprung vor Chelsea (75). Dritter bleibt Manchester City (71). Die Citizens haben zwei Spiele weniger ausgetragen.

Raheem Sterling brachte Liverpool bereits in der vierten Minute in Führung. Wenig später erhöhte Luis Suarez mit seinem 30. Liga-Treffer auf 2:0 (11.). Im zweiten Durchgang verkürzte Gary Hooper (54.) für die abstiegsbedrohten Gastgeber, doch Sterling (62.) stellte mit dem 3:1 den alten Abstand schnell wieder her. Nach Robert Snodgrass' 2:3 (77.) hatte Liverpool noch bange Minuten zu überstehen.

An der Stamford Bridge hatte Schiedsrichter Dean Sunderland einen umstrittenen Foulelfmeter zugesprochen, den Fabio Borini (82.) zum 2:1-Endstand für den Außenseiter verwandelte. In der gesamten Partie hatte es zweifelhafte Entscheidungen gegeben, nicht alle waren jedoch gegen Chelsea ausgefallen. Samuel Eto'o hatte zunächst für die Blues getroffen (12.), Connor Wickham gelang der zwischenzeitliche Ausgleich (18.).

Drei Tage vor dem Halbfinal-Hinspiel in der Champions League bei Atético Madrid war das 1:2 für Mourinho die erste Liga-Niederlage mit Chelsea im 78. Spiel im eigenen Stadion. Insgesamt hat er dort mit den Blues erst dreimal verloren: gegen den FC Barcelona, den FC Basel und nun Sunderland. Die Schlappe gegen den Außenseiter dürfte auch abseits des Rasens Folgen haben. Mourinhos Co-Trainer Rui Faria attackierte Schiedsrichter Dean und musste von seinem Chef an den Haaren gezogen und zur Vernunft gebracht werden.

Sunderland kann sich nach einem Remis bei Manchester City und dem Sieg bei Chelsea innerhalb von drei Tagen wieder Hoffnungen auf den Klassenverbleib machen. Mit 29 Zählern hat der Club zum FC Fulham (30) und Cardiff City (30) aufgeschlossen. Die Nicht-Abstiegsplätze sind nur noch drei Zähler entfernt. Zudem hat Sunderland noch ein Nachholspiel auszutragen.

Die Lage für Felix Magath und seinen FC Fulham bleibt prekär. Am Samstag unterlagen die Cottagers 1:3 (1:1) bei Tottenham Hotspur. Magath setzt indes in den letzten drei Spielen auf die Heimstärke. «Wenn wir beide Heimspiele gewinnen, sollten wir in der Liga bleiben», sagte der Coach.

erschienen am 20.04.2014 um 15:15 Uhr

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