Finanzen - Verbraucher: Datenklau an Geldautomaten - So schützen Bankkunden sich

Frankfurt/Main (dpa) - Moderne Technik macht es Betrügern an Geldautomaten immer schwerer, die Investitionen der Banken in mehr Sicherheit zahlen sich aus. Dennoch verursacht «Skimming» noch immer Millionenschäden. Wie kann man sich schützen?

Die Zahl der Betrugsfälle an Geldautomaten in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2014 auf ein Rekordtief gesunken. Nach dpa-Informationen manipulierten Kriminelle bundesweit 84 Automaten, um Kartendaten und Geheimnummern (PIN) von Bankkunden auszuspähen. Von Januar bis Ende Juni 2013 waren es noch in 251.

Der Schaden durch solche «Skimming»-Angriffe an Geldautomaten summierte sich im ersten Halbjahr des laufenden Jahres auf rund 1,4 Millionen Euro. Er lag damit um fast 84 Prozent unter den knapp 8,4 Millionen Euro des Vorjahreszeitraums. Nach Angaben von Branchenkennern sank damit auch der Schaden auf ein Rekordtief. Im Gesamtjahr 2013 hatten «Skimming»-Fälle in Deutschland einen Schaden von 11,3 Millionen Euro verursacht.

Die deutsche Kreditwirtschaft erklärt den Trend zu rückläufigen Zahlen mit Investitionen in sicherere Verfahren: Wegen der EMV-Chiptechnik könnten gestohlene Kartendaten in immer weniger Ländern missbräuchlich eingesetzt werden. EMV-Karten haben eine Art eingebauten Mini-Computer. Der Datensatz wird verschlüsselt, die Karte bei jedem Gebrauch auf Echtheit geprüft.

Beim «Skimming» spähen Kriminelle Daten und PIN von EC-Karten aus. Sie manipulieren etwa den Kartenschlitz am Geldautomaten oder Kontoauszugsdrucker. Oder sie bringen gefälschte Türöffner an. Die Eingabe der PIN wird gefilmt oder über einen Tastaturaufsatz gespeichert. Mit den geklauten Daten erstellen die Täter eine Kartendublette und heben damit im Ausland Geld ab oder kaufen ein.

So können Verbraucher sich schützen:

- Nie die PIN an Türöffnern eingeben, keine Bank verlangt da

- Wird die Karte eingezogen: Sperren lassen und die Bank informieren

- Am besten immer am gleichen Geldautomaten abheben und Auffälligkeiten sofort der Polizei und Bank melden

- Beim Geldabheben niemanden über die Schulter schauen lassen

- Wartende Kunden am Automaten um angemessenen Abstand bitten

- Bei der PIN-Eingabe die Tastatur mit der Hand abdecken

- Regelmäßig Kontobewegungen auf Auffälligkeiten hin überprüfen

Tipps um Schutz vor Skimming

erschienen am 22.07.2014 um 11:10 Uhr

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