Kultur: Der Gutmensch Xavier Rudd

München - Wer Xavier Rudd im Backstage erstmals live erlebt, dem bleibt der Mund offen. Rudd bringt alleine einen Sound auf die Bühne wie eine Vier-Mann-Band. Er beherrscht zahlreiche Instrumente - gleichzeitig. Auf dem Bühnenpodest macht sein ganzer Körper Musik: Die Barfüße geben den Takt auf der Stomp Box; die Hände schlagen mit Drumsticks auf Trommeln und Becken, streifen Chimes oder zupfen Melodien auf Gitarren; sein Mund bläst abwechselnd in Didgeridoos, in eine Mundharmonika; oder er singt.

In seiner Heimat Australien ist Xavier Rudd schon seit 2002 ein Star. Aufgewachsen in einem ehemaligen Reservat der Aborigines, fühlt sich der 35-Jährige den australischen Ureinwohnern verbunden. Deren Flagge ziert die Bühne. Der Vegetarier und Yogi bringt in seinen Texten spirituelle Gedanken zu Ökologie, Globalisierung und Liebe zum Ausdruck, wendet sich gegen soziale Ungleichheiten und fordert mehr Respekt vor Aborigines - 'Freedom for all' bei 'Bow Down', einem Son...

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erschienen am 19.06.2013 um 08:00 Uhr

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