Kultur: Drinnen ist es schöner

München - Ein im Theater höchst ungewöhnlicher Fall: Man ist froh, dass eine Produktion nicht fertig wurde. Denn hätten die wunderschönen Menschen vom NO99 in Tallinn ihre 'Odysseys' vollendet, sie wären mit dieser nach München gekommen und nicht mit dem Hasen. Und egal wie großartig 'Odysseys' geworden wäre: 'Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt' enthält einige der kostbarsten Momente, die man sich auf dem Theater vorstellen kann. Gut, dazwischen ist mancher Leerlauf, und auch nicht jede Impro-Nummer enthält mehr als die Suggestion eines vermeintlichen Einblicks in einen seltsamen Probenprozess. Aber: Wie hier mit ähnlicher Brillanz wie bei der Darbietung von Wunderbaum ein paar Tage zuvor über Theater nachgedacht wird und dieses Nachdenken in einen enthemmten performativen Vorgang übersetzt wird, das ist grandios.

Mit einem Schnipp wird die vierte Wand aufgelöst, das Publikum schaut irritiert, bringt nichts, Wand wieder zu. Also schaut man die dr...

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erschienen am 18.06.2013 um 07:50 Uhr

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