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Bayern: Unter BayernEin Rätsel namens Horst

Ob Kalkül dahintersteckt, das weiß niemand. Jedenfalls ist es schwierig, etwas über Horst Seehofer zu schreiben, weil ungewiss ist, ob nach Redaktionsschluss nicht schon wieder alles ganz anders sein wird. Im Landtag ist man inzwischen in allen Fraktionen einer neuen Trend-Denksportart erlegen, dem sogenannten Horsti-Rätseln. Das geht ganz einfach: Man nehme eine beliebige Aussage des Ministerpräsidenten und versuche, sie in einen sinnvollen Zusammenhang mit anderen seiner Aussagen zu bringen, was oft beträchtlichen interpretatorischen Aufwand erfordert. Ist aber in jedem Fall eine Fetzen-Gaudi.

Beispiel: ein neuer Konzertsaal für München. Kostet einen Haufen Geld, keine Frage. Der Horst aber sagt: Den bauen wir, und der Franke kriegt gleich noch 100 Millionen Euro obendrauf, damit er eine Ruhe gibt und selber auch eine Musik machen kann. So weit, so gut. Kurz darauf sagt Seehofer aber, der Freistaat werde bis 2030 schuldenfrei sein, soviel sei gewiss. Wie geht das nun zusammen...

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erschienen am 28.01.2012 um 07:30 Uhr

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