Kultur: Strategien der Lust

Van Eyck, van der Weyden und die Bellinis sind weltberühmt. Ganz im Gegensatz zu ihren Komponistenzeitgenossen. Dunstable, Dufay, Binchois und Ockeghem sind nur Spezialisten bekannt. Selbst die historische Aufführungspraxis macht eher einen Bogen um die Musik des 15.Jahrhunderts. Dabei ist es äußerst reizvoll, die Bilder vor der Klangkulisse ihrer Zeitgenossen zu sehen. Einer, der immer, zu Lebzeiten wie im Nachleben, Sensation gemacht hat, ist Johannes Ockeghem. Über 40 Jahre, bis zu seinem Tod 1497, arbeitete er als Hofkaplan für gleich drei französische Könige. Spätere Jahrhunderte hatte selten den Klang seiner Stücke im Ohr, berühmt war er wegen seiner Virtuosität als Komponist. Denn manchmal stellte sich Ockeghem Aufgaben, die für andere Komponisten schlicht unlösbar gewesen wären. Eine Messe komponierte er so, dass sie in allen vier damals gebräuchlichen Tonarten gesungen werden konnte. Die 'Missa prolationum' ist noch komplizierter. Ockeghem nutzt dafür Eigenheiten der d...

Weiter zum vollständigen Artikel ...

erschienen am 05.02.2013 um 06:20 Uhr

Feedback

Geben Sie die abgebildeten Wörter ein, um Missbrauch auszuschließen:

Andere Wörter
Ihre Eingabe war ungültig
Bitte füllen Sie alle Pflichtfelder aus.
Ein technischer Fehler ist aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihre Nachricht wurde verschickt. Vielen Dank für Ihr Feedback!