Kultur: Virtuosität und Parodie

München - Wäre es irgendwie möglich, würde der Norweger Stian Carstensen wohl 24 Stunden am Tag Musik machen. Immerhin kommt er so nahe ran, wie es irgend geht: Pausen gibt es so gut wie keine, und auch nach dem letzten Münchner Auftritt wurde spätnachts im leeren Saal einfach weiter gejammt. Dieser pure Spaß überträgt sich: Mitunter wird bei einem Konzert von Carstensen und seiner Paradeband Farmers Market im Jazzclub mehr gelacht als beim Kabarett. Oder, wie es FAZ-Kritiker Ulrich Olshausen einmal nüchterner ausdrückte: 'Was weltmusikalisches Entertainment anbelangt, schlägt Farmers Market alles andere nach Längen.'

Was in die frühen Neunziger zurückführt, als der Multiinstrumentalist Carstensen und einige Studienkollegen aus dem norwegischen Trondheim begannen, ihre Free-Jazz-Band mit osteuropäischen Klängen und dem - telefonisch gecasteten! - bulgarischen Saxofonisten Trifon Trifonow aufzurüsten. Fragt man Carstensen, warum er als Norweger ausgerechnet bulgarische M...

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erschienen am 12.04.2013 um 07:30 Uhr

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