Früherer Real-Madrid-Boss Sanz festgenommen

Madrid (dpa) - Real Madrids früherer Präsident Lorenzo Sanz hat erneut Ärger mit der Justiz. Diesmal wurde der 66-Jährige unter dem Verdacht des Schmuggels von Kunstgegenständen sowie der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung festgenommen, wie die spanische Presse berichtete.

Nach einem mehrstündigen Polizeiverhör in Madrid kam er unter Auflagen wieder frei. Dem Unternehmer wird zur Last gelegt, vor vier Jahren Gemälde aus seinem Privatbesitz im Wert von 7,5 Millionen Euro ohne die entsprechenden Genehmigungen nach Italien ausgeführt zu haben. Die Bilder seien als Anzahlung für den italienischen Fußballclub AC Parma gedacht gewesen, den Sanz damals für 27,5 Millionen Euro erwerben wollte. Der Kauf war letztendlich gescheitert. Der frühere Vereinsboss wies die Vorwürfe zurück. Es handele sich um einen Irrtum.

Sanz war bereits vor einem Jahr unter Betrugsverdacht festgenommen worden. Er soll damals mit zwei Komplizen in einer Bank im südspanischen Córdoba gefälschte Schuldscheine und Überweisungsaufträge vorgelegt haben. Von 1995 bis 2000 hatte Sanz an der Spitze der «Königlichen» gestanden. Später kaufte er den spanischen Erstligisten FC Málaga, dessen Vorsitzender sein Sohn Fernando ist.

© sueddeutsche.de - erschienen am 12.11.2009 um 12:53 Uhr

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