Kultur: Solide
Bevor Trip-Hop zu unerträglich fader, dafür allgegenwärtiger Entspannungsmusik für erschöpfte Galeristinnen verkam, war er in den frühen und mittleren neunziger Jahren eine der interessantesten und innovativsten neuen Musiken: finsterer, verzweifelter, apokalyptischer noch als Grunge - aber subtiler, schleppender, wärmer als Techno. Das wegweisende Album "Blue Lines" hatte 1991 ein aus dem Bristoler Wild-Bunch-Kollektiv hervorgegangenes Trio namens Massive Attack veröffentlicht, das seine Musik nicht im Alleingang produzierte, sondern, wie in der elektronischen Musik üblich, lieber mit einer Menge Gästen. Die beiden folgenden Alben "Protection" (1994) und "Mezzanine" (1998) hielten das hohe Niveau und brannten das Werk der Band fest in die Tonspur des Jahrzehnts ein. Aber dann kam, wie so oft, nicht mehr viel. Der Ruhm wurde Geschichte. Das neue Album "Heligoland" (Virgin) ist nun das erste seit sieben Jahren. Zu Gast sind diesmal Helden wie Damon Albarn...Weiter zum vollständigen Artikel ...
erschienen am 10.02.2010 um 03:30 Uhr