Wirtschaft: Gericht verteidigt Emissionshandel
Luxemburg/Brüssel - Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat eine Klage des weltgrößten Stahlkonzerns Arcelor Mittal gegen das EU-Emissionshandelssystem (ETS) abgewiesen. Die europäischen Regeln des Handels mit Verschmutzungsrechten seien fair, urteilten die obersten EU-Richter am Dienstag in Luxemburg. Das Unternehmen teilte mit, es nehme den Richterspruch zur Kenntnis, bleibe aber weiterhin besorgt wegen der Kosten. Es hatte eine Nichtigkeitsklage eingereicht und Schadenersatz verlangt. Das ETS ist eines der zentralen Instrumente Europas im Kampf gegen den Klimawandel und wurde 2005 eingeführt. Ein Unternehmen muss Zertifikate besitzen für seine Kohlendioxid-Emissionen. Deren Obergrenze sinkt mit den Jahren, wodurch auch der CO2-Ausstoß des Industriesektors sinken soll. Außerdem sollen die Unternehmen für die Erforschung und den Einsatz von klimafreundlichen Technologien Anreize erhalten, denn sie können überschüssige Zertifikate weiterverkaufen. Arcelor Mittal hatte argumentiert, das ...Weiter zum vollständigen Artikel ...
erschienen am 03.03.2010 um 03:45 Uhr